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26.8.10

Drachenfest in Melle: Spiel, Spaß und Hilfe - Rotaracter starten Aktion für Pakistan


Camping auf dem Volksfest? Ja, denn die Osnabrücker Rotaracter machen vom 27. bis 29. August 2010 den Praxistest: Sie bauen mit Hilfe einiger ShelterBoxen ein kleines Elsdorf auf. ShelterBoxen sind Kisten, die alles enthalten, was man zum Überleben braucht – unter anderem Zelte und Wasserfilter. Wer das Camp auf dem Drachenfest in Melle besucht, kann nicht nur einen Blick in die Zelte werfen, gegen eine kleine Spende bieten die Rotaracter den Besuchern leckere Fruchtgetränke an, drehen am Glücksrad und schicken Luftballons zum Wettrennen in die Lüfte. Der Erlös kommt ShelterBoxen für Pakistan zu gute.

Als die katastrophalen Überschwemmungen Pakistan trafen, war ShelterBox innerhalb von 48 Stunden vor Ort. „Inzwischen konnten 1.900 Zelte an Familien verteilt werden, die all ihr Hab und Gut in den Fluten verloren haben“, erklärt Matthias Christian Bullmahn vom Osnabrücker Rotaract Club. „Ebenfalls im Krisengebiet angekommen: Wasserfilter für 10.000 Familien, die jeweils für ein Jahr reichen sollen. Weitere 624 ShelterBoxen sind auf dem Weg nach Pakistan.“


„Eine ShelterBox enthält alles, um zehn Personen mindestens sechs Monate mit dem Notwendigsten zu versorgen“, erklärt Rotaracterin und ShelterBox-Vertreterin Elke Krüger. „Dazu gehören unter anderem ein 10-Mann-Zelt, Schlafsäcke, Kocher, Licht, Werkzeuge und Wasserfilter.“ Damit sind die Überlebenskisten genau die praktische Soforthilfe, die in Pakistan benötigt wird.

„Wir laden alle herzlich ein, sich auf dem Drachenfest in unserem ShelterBox-Camp ausgiebig über die Hilfsorganisation und ihre Überlebenskiste zu informieren“, so Maike Baumgarten, Präsidentin des Rotaract-Clubs Osnabrück. „Außerdem organisieren wir gemeinsam mit den Rotary Clubs Osnabrück, Osnabrück-Süd und Melle-Wittlage sowie dem Rotaract Club Tecklenburg ein Luftballonrennen: Gegen eine kleine Spende können die Besucher des Festes ihren eigenen Ballon in die Lüfte steigen lassen und mit etwas Glück einen tollen Preis gewinnen. Darüber hinaus können die Besucher an der Smoothie-Theke im ShelterBox-Camp leckere Fruchtshakes und alkoholfreie Cocktails genießen. Für die Kinder bauen wir außerdem ein Glücksrad auf.“

Die Spendeneinnahmen dieses Wochenendes fließen komplett in die Anschaffung der dringend benötigten ShelterBoxen. „Durch eine ähnliche Aktion konnten wir im Frühjahr schon einmal eine Überlebenskiste im Wert von 750 Euro für die Erdbebenopfer in Haiti finanzieren“, so Baumgarten. „Dieses Mal freuen wir uns riesig, dass wir die ersten Spenden schon im Vorfeld erhalten haben: Denn die fünf Osnabrücker Rotary Clubs (Melle-Wittlage, Nord, Süd, Mitte und der Altclub) haben spontan beschlossen 11.000 Euro für Pakistan auf unsere aktuelle Sammelaktion drauf zu packen. Sie übergeben Elke Krüger am Wochenende einen entsprechenden Scheck!“

Unter www.shelterbox.de werden die Informationen über die aktuellen Hilfsaktionen ständig aktualisiert. Hier sieht man: In den letzten Monaten konnte ShelterBox vor allem in Haiti, Uganda und China sowie Brasilien und Pakistan helfen.
Weitere Infos über das Drachenfest und das Shelterbox-Camp der Rotaracter gibt es hier.


Auch wer nicht zum Drachenfest kommt, kann helfen – und zwar durch eine Spende oder den Versand einer SMS mit dem Kennwort „BOX“ an die 81190. Die SMS kostet 5,-€ (inkl. 0,17 € für die technische Dienstleistung und zzgl. SMS-Transportkosten)

Bildmaterial: ShelterBox

19.1.10

Die ersten ShelterBoxes sind in Portau Prinzen angekommen



Die ShelterBox-Mannschaft von David Eby (US), Wayne Robinson (US) und Markierung Pearson (Großbritannien), die seit Donnerstag schon in der Hauptstadt Haitis ist, nahm die ersten ShelterBoxen Gestern am Portau Prinzflughafen in Empfang."Die ersten zwölf Boxen sollen Teil eines Zelt-Krankenhauses am Flughafen werden, dass nun errichtet wird", so das Team.

Hunderte weiterer ShelterBoxen sollen heute noch von Miami aus mit einem gecharterten Flugzeug in Portau Prinzen ankommen. Weitere Tausende werden derzeit im ShelterBox Headquarter in Großbritannien verpackt und versandfertig gemacht. ShelterBox Gründer und CEO Tom Henderson sagte: "Die Verwüstung in Haiti hat jeden berührt. Wir haben unsere ShelterBoxen vor Ort, und es ist für uns ein Privileg helfen zu können. Der Grad der Verwüstung ist sehr hoch."

Weitere Infos zum Thema ShelterBox auf Haiti gibt es hier.

Hintergrundinfos zum Thema:
Im Jahr 2000 kam Tom Henderson zum Rotary Meeting in seinen Club, dem Rotary Club Helston-Lizard in Großbritannien. Er hatte eine Idee für ein Sozialprojekt. Er wollte Hilfsgüter in Katastrophengebiete schicken. Und damit gleich alles gut verpackt ist am besten in einer Box. Gesagt, getan.
Die Idee war so erfolgreich, dass der Club daraufhin jedes Jahr mehr Überlebenskisten verschickte. So packten die Rotarier im Jahr 2002 263 Boxen in Kellern, Garagen und auf Terrassen. Das Projekt wuchs dem Club im positiven Sinne über den Kopf. Deshalb wurde am 12. Mai 2003 "The ShelterBox Trust" gegründet.
Heute werden die grünen Überlebenskisten in der ShelterBox-Zentrale in Helston, Großbritannien, gepackt und verschickt. Dort befindet sich fortwährend Material für mindestens 5000 Überlebenskisten, um im Notfall - wie jetzt nach dem Erdbeben in Haiti - schnell und zuverlässig handeln zu können.
Eine Überlebenskiste, die 10 Menschen in Not versorgen kann, kostet in der Bereitstellung 750 Euro, Transport und Logistik inklusive. Die ausführliche Geschichte steht hier.

Clemens Witt brachte die Idee nach Deutschland. Als Beauftragter für Soziales des Rotaract Deutschland Komitees (2006/2007), machte er das ShelterBox-Projekt zum Bundessozialprojekt der Rotaract Clubs in den Jahren 2006 und 2007. Seither erfreut sich die Idee rund um die grünen Überlebenskisten wachsender Begeisterung, und viele Rotaract Clubs organisieren weiterhin eigene Aktionen, um Geld für ShelterBoxen zu sammeln.

Weitere Infos zum Thema ShelterBox gibt es hier und hier auf Deutsch.



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