
Auf die Frage der Moderatorin Martina Gillica: „Was ist so toll an Gärten, dass Sie hier auf der Landesgartenschau einen Garten gestaltet haben!“ legte Alsmann los. „Überlegen Sie mal – ein Garten hat eine fast kosmische Dimension, denn oberhalb eines Gartens ist ja nichts! Wenn Sie ein Zimmer gestalten, einen Raum schmücken, wenn Sie tapezieren, wenn Sie sich einen neuen Schrank kaufen oder ziehen ein neues Bettlaken auf – phantastisch! – dann ist darüber ‘ne Decke, vielleicht noch ein Zimmer, darüber ein Schornstein - und darüber schlechtes Wetter. Aber ein Garten - ein Garten ist eine Botschaft ganz nach oben, zu einem Satelliten, zu einer Raumstation. Oberhalb eines Gartens ist nichts mehr. Sie gestalten nämlich ein Stück Erdoberfläche – im Zweifel sogar in gelungener Form.“

Alsmann berichtete ferner von seiner Leidenschaft für Russland und die Einflüsse der russischen Kultur auf die deutsche, schwärmte von dem romantischen Landschaftspark von Pawlowsk, der Anfang des 19. Jahrhunderts eines der beliebtesten Ausflugsziele der Petersburger Gesellschaft war und erzählte davon, dass so die Idee eines Gartens entstand, der seine Sehnsucht nach diesem Ort widerspiegelt. Michael Müller, „ein großartiger Landschaftsarchitekt“, so lobte Alsmann, habe einen wunderbaren Ort geschaffen. Unübersehbar sind nun auch die zwölf zu Zwiebeltürmen geschnittenen Kronen der Hainbuchen in der Südachse des Ippenburger Schlossparks, sie rahmen ein Schwimmbecken. Christian Wulff, der schmunzelnd meinte, das er das Gärtnern, vor allem das Rasen mähen, lieber seinem Schwiegervater überlässt, genoss seinen Besuch in den Ippenburger Heckenkabinetten, vor allem im Alsmann-Garten und das Treffen mit dem Musiker.
Viktoria von dem Bussche, die Ippenburger Schlossherrin, kommentierte das so: „Es war eine außergewöhnliche Begegnung zweier prominenter Reisender, der eine in der Welt der Politik, der andere in der Welt der Kultur, Musik und Medien zuhause – eine Begegnung in einem Garten, dessen Schirmherr der eine und dessen Pate und Namensgeber der andere ist. Für mich war es einer der Höhepunkt dieser ungewöhnlichen Gartenschau und ein weiterer Beweis, dass der Garten - der älteste Ort der Menschheit ein Ort ist, der nichts von seiner ursprünglichen Kraft eingebüßt hat und an Bedeutung gerade in diesen Zeiten immer mehr zunimmt."

Übrigens wird Götz Alsmann noch einmal wiederkommen zur Landesgartenschau – dann nicht nur mit seinem Bassisten, sondern mit der ganzen Band. Am Freitag, 20. August 2010, um 20:30 Uhr, stellt sich die Frage nach der „ko(s)mischen Dimension“ erneut, diesmal auf dem historischen Kirchplatz von Bad Essen. „Engel oder Teufel?“ so der Titel des Programms. Alsmann & Band präsentieren einen Reigen himmlisch-teuflischer Lieder, mit denen Alsmann mühelos eine Brücke zwischen der Welt selig machender Melodien und dem Abgrund höllisch-scharfer Rhythmen schlägt. Eine musikalische Melange aus Jazz, Schlager, Skiffle mit deutschen Texten und langen Ansagen, das Ganze auf die Bühne gebracht mit Hilfe der Götz Alsmann Band, die ihrem Kapellmeister seit Jahrzehnten mehr als kongenial zur Seite steht.
Götz Alsmann goes Gartenschau … mehr Infos gibt es hier.
Infos Presseteam der Landesgartenschau Bad Essen 2010 GmbH: Christel Lautert / Imma Schmidt / Malte Wördemann Fotos: Viktoria von dem Bussche (2,3) und Hermann Pentermann (1)
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